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Die Verdienstkreuze des Offizier-Vereins der Deutschen Armeekorps 1914 e.V.

Seit dem Jahre 2006 verleiht der historisch uniformierte Traditionsverband "Offizier-Verein der Deutschen Armeekorps 1914 e.V." ein Verdienstkreuz in 4 Stufen um Mitglieder und Nicht-Mitglieder für Verdienste um den Verein auszeichnen zu können.

Vorgeschichte

Der Offizier-Verein der Deutschen Armeekorps 1914 e.V. (OV1914) ist seit 2006 ein eingetragener Verein mit Sitz in Germersheim am Rhein. Von 1996 - 2006 war er lediglich BGB - Verein mit wechselndem Sitz, jeweils am Wohnort des Vorsitzenden. Die Mitglieder setzen sich aus aktiven und passiven Mitgliedern zusammen: Als aktive Mitglieder gelten alle, die komplett uniformiert ein Regiment und den Verein nach außen vertreten. Als passive Mitglieder werden Phaleristiker, Historiker und Uniform- bzw. Heereskundler geführt, die den Verein durch große Erfahrung und Wissen unterstützen, uniformiert sind, aber nicht regelmäßig an den Veranstaltungen des Vereines teilnehmen.

Sinn und Zweck des Offizier-Vereins der Deutschen Armeekorps 1914 e.V. ist die detailgenaue Erforschung und Nachstellung der Offiziers-, Unteroffiziers- und Mannschaftsuniformierung aus der Regierungszeit I.M. der Deutschen Kaiser und Könige von Preußen Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II., genauer die Jahre 1860 - 1914, d.h. ausschließlich der "Bunte Rock" aller Regimenter in allen 25 deutschen Armeekorps (Stand 1914) sowie die Regimentstraditionspflege und nicht die Verherrlichung von Militarismus.

Der Verein befasst sich nicht mit der Feldgrauen Uniformierung und pflegt ausnahmslos die Vorkriegstradition. Feldgraue Uniformierung ab M1907 und M1910 sind zu Forschungszwecken im Vereinsbesitz. Grundsätzlich ist angestrebt, alle Regimenter (in allen 25 Deutschen Armeekorps) mit Traditionsoffizieren oder Traditionsunteroffizieren zu belegen. Hinzu kommt die Brauchtumspflege sowie in ganz besonderem Maße die Denkmalspflege als auch die Übernahme von Patenschaften zu Denkmälern die im Regelfall den Toten des Ersten Weltkrieges gewidmet sind, weil es kaum noch ältere Denkmäler gibt. Weiters soll die Pflege der Regimentsgedenksteine, Gräber und Denkmale durch Säuberung und Instandhaltung weitest möglich betrieben werden. Für dieses Engagement wurden schon viele Mitglieder z.Bsp. durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge oder das Österreichische Schwarze Kreuz geehrt und ausgezeichnet. Der Verein stellt keine Schlachten nach oder spielt historische Begebenheiten unter fremdem Namen und mit historischen Orden nach. Der Verein hat Traditionsoffiziere, Traditionsunteroffiziere usw. bzw. Traditions- und Geschichtspfleger die sich von anderen Gruppen in der Tätigkeit und im Ziel unterscheiden. Politisch ist die Vereinigung und sind alle Ihre Mitglieder strengst neutral und sehen die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland ebenso als strengst verbindlich für jedes Mitglied an. Dies gilt besonders auch bei dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen v. 26.07.1957, welches jedem Mitglied verbietet, Auszeichnungen zu tragen, die dieses Mitglied nicht selbst verliehen bekommen hat und anhand einer Urkunde nachweisen kann. Die Darstellung einer Offiziers- oder Unteroffiziersuniformierung aus einer gewissen Zeit verlangt zwar historische Genauigkeit der Kleidung und eine entsprechende Trageweise bzw. Aufzugsart von eigenen Ehrenzeichen, schließt aber das Tragen fremder historischer Orden und Ehrenzeichen ausdrücklich aus.

Stiftung und Verleihung

Der Vorsitzende des Offizier-Vereins der Deutschen Armeekorps 1914 e.V. stiftete 2006, anlässlich des 10 jährigen Vereinsbestehens und in Anerkennung besonderer Verdienste von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern um den Verein sowie die uniformierte Traditionspflege, ein Verdienstkreuz in mehreren Stufen.

Das Kreuz wird verliehen als: Verdienstkreuz am Bande in Schwarz an eine unbegrenzte Zahl von Trägern unter Mitgliedern und unter Nicht-Mitgliedern; Verdienstkreuz am Bande in Bronze an eine Zahl von maximal 36 Trägern unter Mitgliedern und unter Nicht-Mitgliedern; Verdienstkreuz am Bande in Silber an eine Zahl von maximal 12 Trägern unter Mitgliedern und unter Nicht-Mitgliedern und Verdienstkreuz am Bande in Gold an eine Zahl von maximal 6 Trägern ausschließlich unter Mitgliedern.

Lediglich die Ausführung des Verdienstkreuzes in Schwarz kann von jedem Mitglied für ein anderes Mitglied schriftlich beantragt werden, wobei eine ausreichende Begründung von Verdiensten notwendig ist. Das Verdienstkreuz in Bronze und Silber kann ausschließlich für außergewöhnliche und/oder langjährige Verdienste um den Verein jedwelcher Art verliehen werden und ist nicht abhängig vom Rang des Beliehenen sondern ausschließlich von dessen Verdiensten um den Verein. Das Verdienstkreuz in Gold wird als sog. "Sonderstufe" verliehen. Auch hier ist nicht der Rang des Beliehenen von Bedeutung, sondern die beispielhaften und langjährigen Verdienste um den Verein, seine Administration, die Veranstaltungen etc..

Jedes Mitglied ist berechtigt, ein anderes Mitglied oder ein Nicht-Mitglied für ein Verdienstkreuz in entsprechender Stufe vorzuschlagen. Niemand kann sich selbst vorschlagen bzw. für sich selbst eine Dekoration beantragen. Über die Verleihung entscheidet ausschließlich der Vorsitzende als Stifter, in dessen Verhinderung der Stellvertretende Vorsitzende. Die Urkunde wird vom Vorsitzenden unterfertigt.

Gestaltung der Dekoration

Bei dem Verdienstkreuz handelt es sich um ein Tatzenkreuz mit einem ovalen Mittelmedaillon. Größe ca. 45 x 45 mm. Mittig auf dem Medaillon der Adler des Offizier-Vereines (Deutscher Reichsadler ca. um 1900) erhaben aufgelegt.

Das Band ist das nicht geschützte Band der ehemaligen privaten Stiftung Ordensrat der Deutschen Ehrenlegion e.V. die dies zusammen mit der Ehrendenkmünze des Weltkrieges (1914-1918) von 1919 - ca. 1933 verliehen hat. Die Stiftung ist erloschen und das Band wurde vom OV 1914 e.V. neu aufgelegt. Das Band hat eine Breite von 30 mm.

Für Mitglieder wird auf dem Band die Spange Offizier-Verein 1914 die gesondert gestiftet wurde, mit Kaiserkrone und für Nicht-Mitglieder diese ohne Krone am Bande angebracht. Die Spangen sind bei Mitgliedern an oberster Stelle zu tragen - wenn noch weitere Spangen wie z.Bsp. Bitsch, Germersheim, Coblenz, Ulm etc. getragen werden. Ansonsten ist die Spange mittig auf das Band aufzulegen.

Jedes der Kreuze ist an der linken Brust zu tragen. Bei Verleihung einer höheren Stufe ist die niedrigere Stufe abzulegen. Alle Teilnehmer- und Erinnerungsspangen können auf dem Band der Dekoration getragen werden, wobei die Spange Offizier-Verein 1914 mit Kaiserkrone als oberste Spange zu tragen ist.

Text und Bild: Martin H. Wiegand

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